News

08.04.2019
Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. möchte anlässlich „30 Jahre Kinderrechte“ am 10.4.2019 in mehreren Städten in NRW Brieftauben steigen lassen.
Wir sehen das Thema Kinderschutz als sehr wichtig an und gerade deshalb sollte der Hinweis auf einen Missstand nicht zum Leid anderer Lebewesen führen. 

Offener Brief an den Kinderschutzbund

Berlin, den 08.04.2019

 

 

An den deutschen Kinderschutzbund

 

 

Betr.: Taubenauflass anlässlich 30 Jahre Kinderrechte

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir wurden im Internet auf ihre Aktion am 10.4.2019 zum Thema „30 Jahre Kinderrechte“ aufmerksam.

Vorweg muss unbedingt gesagt werden, dass auch wir es als unglaublich wichtig ansehen, den Kinderschutz und die Kinderrechte weiterhin zu stärken und die Menschen zu sensibilisieren. 

Allerdings möchten wir Sie inständig bitten, dazu keine Brieftauben steigen zu lassen, denn dann verbindet man das Thema Kinderschutz mit menschengemachtem Tierleid. 

Wir zitieren hier mal einen Auszug zum Thema Brieftauben und Brieftaubensport:

 

„Tauben als „Sportgeräte”

Schon die Bezeichnungen „Brieftaube” oder „Reisetaube” sind unzutreffend, weil diese Tauben weder Nachrichten überbringen noch freiwillig auf Reisen gehen, sondern als „Sportgeräte” zu Wettflügen eingesetzt werden. „Brieftaubensport” in Deutschland bedeutet, dass laut des nicht gemeinnützigen Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter 58.000 Züchter in ca. 7.000 Vereinen mehrere Millionen Tauben in Verschlägen halten (2005), um sie von Frühjahr bis Sommer im sogenannten „Kabinenexpress” mehrere hundert Kilometer zu bestimmten „Auflass”orten zu transportieren, von wo aus sie zum Flug in den heimatlichen Schlag genötigt werden. Die Strecken, welche die Tauben bei diesen Wettflügen zurücklegen müssen, sind immer größer geworden – mittlerweile bis zu 1.000 km. Diese Leistungen bringen dem Halter Anerkennung, Auszeichnungen, Pokale, Geld-Preise und beim Verkauf der erfolgreichen Taube zur Zucht einen finanziellen Gewinn. Fünfstellige Beträge sind keine Seltenheit. Die Rechnung aber „bezahlen” die Tauben. Viele bleiben bei diesen Wettflügen „auf der Strecke”, andere werden aufgrund mangelnder Leistung getötet. Die „Verluste” bei Wettflügen können bis zu 30 % betragen. Hunderttausende von Tauben gehen jährlich elendig zugrunde oder stranden in unseren Städten und verbleiben dort.“

 

Weiter Infos dazu:

https://etnev.de/26-tierschutz/haustiere/220-brieftaubensport

 

Wir selbst gehören auch zu den Tierschützern, die jährlich die (von den Züchtern gern bezeichneten) „Versager“ von den Straßen sammeln und auf eigene Rechnung gesund pflegen und in Obhut nehmen, da die Züchter kein Interesse mehr an den Tieren haben. 

 

Wir möchten Sie ganz herzlich bitten und an ihr Herz appellieren, diese Aktion nicht stattfinden zu lassen und statt desssen gerne Taubenschutzprojekte zu kontaktieren, die den interessierten Kindern gerne etwas über Tauben und Tierschutz erklären. 

Bei Interesse benennen wir Ihnen gerne Projekte in der Nähe. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

 

Sonja Wende Silvia Villwock Claudia Bunzel Janine Mohaupt Martina Habler

 

www.aktionfairplay.de

_______________
31.03.2019
Petition für ein funktionierendes Taubenmanagement in Berlin

An den Berliner Senat, Fraktionsvorsitzende der Parteien im Abgeordnetenhaus, Landestierschutzbeauftragte 

"Auf den Straßen Berlins befinden sich geschätzt 10.000-15.000 heimatlose Tauben, die durch den ständigen Kampf um Futter, Wasser und ein Plätzchen zum Schlafen ein hartes Leben auf der Straße führen müssen. Durch den chronischen Hunger, den dichten Stadtverkehr und falsch angebrachte oder beschädigte Vergrämungsmaßnahmen kommt es auch immer wieder zu Krankheiten und Verletzungen der Tiere. Viele Menschen in und um Berlin betreuen und pflegen verletzte und hilflose Tauben mit ihrem privaten Engagement. Aufgrund eines fehlenden Konzepts seitens der Politik sind diese Menschen nun am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt. ..."

_______________
29.03.2019
Offener Brief für ein Taubenmanagement in Berlin

Wir haben heute alle tierschutzpolitischen Sprecher der Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und die Landestierschutzbeauftragte angeschrieben.
Die Situation der Tauben ist desaströs und alle Vereine und ehrenamtlichen Helfer sind weit über dem Limit.
Wir hoffen endlich Gehör zu finden, damit der Beschluss ein Taubenmanagement einzurichten, nicht nur Buchstaben auf geduldigem Papier sind.
Wir bleiben dran

Zum Lesen einfach anklicken

Offener Brief für ein Berliner Taubenmanagement
Offener Brief für ein Berliner Taubenmanagement